Duell der europäischen Champions: Nürnberg erreicht nach Wildcard Platz fünf

ESF European Club Championships 2026 · 23. bis 26. September · Sportpark Nord

Vier Tage lang war der Sportpark Nord die Bühne für Europas beste Squash-Clubs. Bei den ESF European Club Championships 2026 traten die Landesmeister aus ganz Europa gegen die Titelverteidiger an. Der SCF Nürnberg war als Gastgeber mit einer Wildcard dabei und belegte am Ende Platz fünf von neun Herrenteams. Beide Titel gingen nach Deutschland: an Sportwerk Hamburg und den Paderborner SC.

Auftakt gegen Titelverteidiger Roehampton am Mittwoch, 23.09., auf dem Glascourt im Sportpark Nord.
Video: DSQV / Lennard Jessen

Vom 23. bis 26. September spielten 16 Vereinsteams aus zehn Ländern um die europäische Club-Krone, neun bei den Herren und sieben bei den Damen. Startberechtigt sind die Meister der nationalen Ligen, die Titelverteidiger und der Gastgeberclub. Ausgerichtet wurde das Turnier von der European Squash Federation und dem Deutschen Squash Verband.

Herren · Endstand

  1. 🇩🇪 Sportwerk Hamburg
  2. 🇵🇹 GALOMAR
  3. 🇪🇸 Club Squash Algemesí
  4. 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 Roehampton Club
  5. 🇩🇪 SCF Nürnberg
  6. 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 Watsonians
  7. 🇱🇮 SRC Vaduz
  8. 🇮🇪 Fitzwilliam LTC
  9. 🇱🇺 Ultimate Squash Club

Damen · Endstand

  1. 🇩🇪 Paderborner SC
  2. 🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 Heriot Watt
  3. 🇨🇿 SC Modrý Svět
  4. 🇨🇭 Squash Club Uster
  5. 🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 Pontefract
  6. 🇵🇹 GALOMAR
  7. 🇮🇪 Mount Pleasant LTC

SCF Nürnberg: mit der Wildcard auf Platz fünf

Für den SCF war es die erste Teilnahme an den European Club Championships überhaupt. Den Startplatz gab es als Gastgeber, gespielt wurde in der eigenen Halle. Unser Team um Kapitän Armin Hameed hatte mit Titelverteidiger Roehampton und Algemesí eine starke Gruppe erwischt. Zum Auftakt am Mittwochmorgen gab es ein 1:3 gegen Roehampton. Den Ehrenpunkt holte Edwin Clain (Weltrangliste 85) nach 56 Minuten mit einem Viersatzsieg über den höher platzierten Samuel Osborne-Wylde (Weltrangliste 50). Am Abend folgte ein 3:1 gegen SRC Vaduz, bei dem Martin Švec nach 0:2-Satzrückstand noch in fünf Sätzen gewann.

Am Donnerstagvormittag folgte das Spiel, das über den Einzug ins Halbfinale entschied: der SCF gegen den spanischen Meister Club Squash Algemesí. Ondřej Vorlíček legte mit einem glatten 3:0 vor. Danach lieferten sich Edwin Clain und Ivan Pérez (Weltrangliste 39) an Position eins ein richtig packendes Match. Clain führte in den ersten beiden Sätzen jeweils deutlich, gab beide aber noch knapp mit 10:12 und 11:13 ab. Den dritten Satz holte er sich souverän mit 11:3, am Ende setzte sich Pérez nach 58 Minuten aber durch. Mit etwas mehr Glück in den ersten beiden Sätzen hätte die Begegnung auch anders ausgehen können. Der SCF kämpfte bis zum Schluss, musste sich aber mit 1:3 dem insgesamt klar stärkeren spanischen Team geschlagen geben.

Am Abend gewann der SCF 4:0 gegen Ultimate Squash Club aus Luxemburg. Als Gruppendritter ging es am Freitag gegen Watsonians aus Edinburgh um Platz fünf. Mit Siegen von Edwin Clain, Johannes Thürauf und Martin Švec gewann der SCF 3:1. Edwin Clain gewann an Position eins vier seiner fünf Einzel.

Alle Spiele des SCF Nürnberg

TagGegnerErgebnisRunde
Mi 23.09.🏴󠁧󠁢󠁥󠁮󠁧󠁿 Roehampton Club1:3Gruppe A
Mi 23.09.🇱🇮 SRC Vaduz3:1Gruppe A
Do 24.09.🇪🇸 Club Squash Algemesí1:3Gruppe A
Do 24.09.🇱🇺 Ultimate Squash Club4:0Gruppe A
Fr 25.09.🏴󠁧󠁢󠁳󠁣󠁴󠁿 Watsonians3:1Spiel um Platz 5

Im Einsatz für den SCF: Edwin Clain, Ondřej Vorlíček, Martin Švec, David Kandra, Johannes Thürauf, Armin Hameed.

Herren: Hamburg ohne Satzverlust durchs Finalwochenende

Sportwerk Hamburg gewann alle fünf Begegnungen. Nach drei Siegen in Gruppe B (4:0 gegen Fitzwilliam, 4:0 gegen Watsonians, 3:1 gegen GALOMAR) setzte sich das Team im Halbfinale gegen Club Squash Algemesí durch und gab dabei keinen Satz ab. Im Finale am Samstag trafen die Hamburger erneut auf GALOMAR und gewannen 3:0, wieder ohne Satzverlust. Im Vorjahr hatte Sportwerk das Finale noch verloren. Teammanager Bart Wijnhoven sagte nach dem Sieg gegenüber der ESF: „Wir sind letztes Jahr zum ersten Mal Deutscher Meister geworden und bei den Europameisterschaften Zweiter. Dieses Jahr sind wir wieder Meister geworden, und dieser Sieg krönt zwei Jahre Arbeit.“ Den Titel holten Melvil Scianimanico (Weltrangliste 28), Yannik Omlor (115), Marek Panáček (129) und Samuel Gerrits (215).

Patrick Rooney (GALOMAR) gegen Melvil Scianimanico (Sportwerk Hamburg) im Finale vor voller Tribüne im Sportpark Nord
Volle Tribüne am Finaltag: Patrick Rooney (GALOMAR) gegen Melvil Scianimanico (Hamburg). Foto: ESF

Damen: Paderborn gewinnt alle sechs Begegnungen

Die Damen spielten im Modus „Jeder gegen jeden“. Der Paderborner SC, 2025 in Graz erstmals Europameister, gewann alle sechs Begegnungen und verteidigte den Titel. Die Entscheidung fiel am Samstagmittag im direkten Duell mit Heriot Watt aus Schottland, das bis dahin nur gegen Paderborn noch nicht gespielt hatte: Maya Weishar (Weltrangliste 124) gewann 3:0 gegen Yu Ng Chen (281), Saskia Beinhard (86) 3:1 gegen Robyn McAlpine (146), damit war der 2:1-Sieg und der Titel sicher. Heriot Watt wurde Zweiter, SC Modrý Svět aus Tschechien Dritter. 

 

„Die Woche war etwas Besonderes, weil man für sein Team kämpft und nicht nur für sich selbst“, sagte die 20-jährige Maya Weishar der ESF. „Der Teamgeist war großartig, wir haben uns gegenseitig unterstützt.“

Danke

Ein großes Dankeschön an alle Zuschauerinnen und Zuschauer, an die Helferinnen und Helfer aus dem Verein, an den Sportpark Nord sowie an ESF und DSQV. Wir haben uns gefreut, Europas Clubs in Nürnberg zu Gast zu haben.